Wer der Frage nachgeht, wie man ein hohes Alter erreicht, kann das auf verschiedene Weisen tun. Eine Methode ist, dass man sich anschaut, was Menschen gemeinsam haben, die 100 Jahre alt geworden sind. Zwei der bekannteren Projekte, die diesen Ansatz verfolgen, sind die New England Centenarian Study und die Okinawa Centenarian Study in Japan.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus den Studien lassen sich in ein paar kurzen Sätzen zusammenfassen.
Die Hunderjährigen sind
- Nichtraucher.
- selten übergewichtig, sondern eher schlank und agil. Überraschend dabei: die Ernährungsgewohnheiten (Vegtarierer, fettreich essen etc.) spielen keine Rolle. Trotzdem schadet es nicht sich passend zu ernähren.
- haben ein optimistisches Selbstvertrauen und eine eher entspannte Einstellung zum Leben, allerdings ohne dass sie sich dadurch zu allzu grossen Risiken verführen zu lassen.
- können gut mit Stress umgehen. Sie begegnen in ihrem Leben zwar den gleichen Stressfaktoren, können sie aber besser wegstecken.
- haben die Langlebigkeit schon in ihren Genen. Wenn die Vorfahren alt geworden sind, werden oft auch die Nachkommen alt.
- meist gesund; sie sind also älter, aber nicht kränker geworden.
- sind noch im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte und leiden nicht an einer mentalen Störung wie Alzheimer.
Die gute Nachricht für all diejenigen, deren Vorfahren nicht steinalt geworden sind: die Genetik spielt nur zu etwa 30% eine Rolle. Den Rest hat jeder selbst in der Hand. Einem hohen Alter steht also nichts im Weg, natürlich immer vorausgesetzt, dass man keinen schweren Unfall hat oder sich eine fiese Krankheit einfängt.
Ein Fazit aus den Studien ist also, dass die Hundertährigen nicht nur länger leben, sondern dass ihre Lebensqualität ebenfalls höher ist. Es gibt schlechtere Vorbilder …
Wer nach all dem wissen will, wie alt er denn vermutlich werden wird, der kann es mit dem Life Expectancy Calculator herausfinden. Er fasst die Ergebnisse diese und weiterer Studien in Form eines Online-Fragebogens zusammen. Die anschliessende Auswertung teilt nicht nur die voraussichtliche Lebenserwartung mit, sondern gibt auch konkrete Tipps inklusive der Jahre, die man dadurch gewinnt.
Aber bitte nicht vergessen: das ist immer noch Statistik: Niemand wird mit präzise 87,5 Jahren tot umfallen, auch wenn das die Prognose ist. Als Hinweis, ob man mit seiner Lebensführung auf einem guten Weg ist, taugt es dennoch.