Wie man Bücher los wird

LibraryThing Book Pile
Die eigene Bibliothek verschafft ihrem Besitzer zwar einen schönen intellektuellen Touch, aber bei Licht betrachtet besteht sie oft zum größeren Teil aus Büchern, die nie wieder aufgeschlagen werden. Diese Bücher verbrauchen Platz, wollen regelmäßig abgestaubt werden und verursachen bei einem Umzug einen mörderischen Muskelkater.

Aber sie einfach wegwerfen? Da komme ich mir ja wie ein Bücherverbrennender Nazi vor. Es müssen Alternativen her.

Hier meine fünf Favoriten:

  • Der Marketplace von Amazon. Einfach das Buch mit dem geforderten Preis einstellen und hoffen, dass es jemand haben will. Aber Vorsicht: es gehen noch mal Versandgebühren ab. Lohnt sich unterm Strich nur für teurere Bücher
  • Die Alternative ist Booklooker; eher für wirklich antiquarische Bücher geeignet.
  • Über Momox wird es noch einfacher: Einfach via ISBN prüfen, wieviel Momox dafür gibt, dann alle Bücher in einen Karton packen und portofrei wegschicken. Nicht ganz so lukrativ, aber simpel
  • Bücher “frei lassen”; auch eine nette Idee. Mehr darüber verrät BookCrossing
  • Spenden. Der Wohlfahrt, einer Gefängnisbibliothek, wem auch immer

Das alles geht ohne schlechtes Gewissen und man kann sogar noch ein paar Cent erwirtschaften.

Tagebücher mit Wiedervorlage

Abends ein paar Zeilen über den vergangenen Tag zu schreiben und ihn damit gedanklich abzuschließen funktioniert für mich recht gut. Seit ein paar Monaten benutze ich dafür das 5 Year Diary: Blue Cover. Dieses Tagebuch hat eine Besonderheit: auf den Seiten für die einzelnen Tage gibt es jeweils fünf Abschnitte, je einen pro Jahr. Man fängt also irgendwo in dem Buch an und schreibt ein paar Worte. Nicht viel, denn dafür ist gar kein Platz, aber damit ist die Hürde auch nicht hoch.
Dann geht es Tag für Tag weiter und nach einem Jahr landet man wieder auf der Seite, auf der man begonnen hat. An dieser Stelle wird es interessant, denn jetzt steht der alte Eintrag vor einem und kann man eine kurze Zeitreise genau ein (oder später zwei, drei, vier) Jahr zurück machen. So entstehen persönliche Baumringe.

Die Alternative zum klassischen Schreiben auf Papier bietet der kostenlose Dienst OhLife.
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Haben sie ein Tokonoma?

Tokonoma In einem traditionellen japanischen Haushalt ist alles auf das Wesentliche reduziert. Dekorationen – üblicherweise eine Schriftrolle oder ein Bild und dazu ein Ikebanagesteck oder ein Bonsai – haben ihren festen Platz im Tokonoma, einer Wandnische.

Ich mag dieses Konzept, denn dadurch kann sich der Blick des Betrachters auf einige wenige, dafür aber besondere Dinge konzentrieren. Es gibt keine Ablenkung und die Dinge werden wirklich als etwas besonderes präsentiert. Dazu muss ich mir auch keine Nische in die Wand klöppeln, es reicht völlig aus sich bei der Dekoration ganz bewusst nur auf wenige Dinge zu konzentrieren.

Entspannung mit Meeresrauschen

Wenn ich mich entspannen und vielleicht etwas dösen will, wäre es für mich ideal am Strand zu liegen und dem Rauschen des Meeres zuzuhören. Oder aber mich im Gras auf einer Waldlichtung auszustrecken und im Hintergrund rauchen die Blätter an den Bäumen und die Vögel zwitschern.

In der Realität aber liege ich in so einem Moment eher selten am Strand oder auf einer Waldlichtung, sondern sitze eher als Pendler morgens oder abends im Regionalexpress. Da bleibt (leider) nur die Möglichkeit auf technische Lösungen auszuweichen. Zwei davon habe ich mir in den letzten Tagen genauer angesehen … oder besser: angehört.

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Das Gehirn ändert sich ständig

Jahrelang war es das Credo der Neurowissenschaftler, dass sich das Gehirn nur in den ersten Lebensjahren entwickelt und vernetzt. Danach geht es nur noch bergab.

Zu dieser voreiligen Schlussfolgerung kamen die Wissenschaftler durch Experimente an Tieren, die in reizarmen und langweiligen Umgebungen gehalten wurden. Typischerweise in Laborkäfigen, wo es außer der Fütterung keine Abwechslung gab. Es dauerte zwar lange, bis die Ergebnisse überprüft wurden, aber glücklicherweise beruht Wissenschaft auf Skepsis und vor etwa zwanzig Jahren begann ein zaghaftes Umdenken.

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Arbeit macht nicht glücklich

Wissenschaftler der Northeastern University und der Harvard University haben über 300 Millionen Tweets ausgewertet, die zwischen September 2006 und August 2009 entstanden sind. Sie waren dabei auf der Suche nach Schlüsselwörtern, die mit Zufriedenheit zu tun hatten, und werteten sowohl im Tages- und Wochenverlauf, als auch geographisch aus.

Resultat: Morgens und Abends sowie am Wochenende waren die Menschen am zufriedensten. Bei der Arbeit und tief in der Nacht ging die Zufriedenheit drastisch zurück.

Sozusagen ein statistischer Nachweis für etwas, was leider fast eine Binsenweisheit ist: Arbeit macht die meisten Menschen nicht zufrieden. Andererseits: wie sehen die Tweets von Menschen aus, die gut abgesichert sind und nicht arbeiten müssen (es aber vielleicht trotzdem tun) ? Vielleicht kommt ja auch irgendwann mal eine derartige Auswertung.

(via Karrierebibel)

Was motiviert ?

Von RSA gibt es ein hübsches (englisches) Video, in dem der Frage auf den Grund gegangen wird was uns vor allem bei der Arbeit motiviert. Und das ist überraschenderweise nicht Geld – jedenfalls solange es nicht nur um rein körperliche Tätigkeiten geht. Im Gegenteil: Ist eine gute Grundsicherung durch die Entlohnung gegeben, wirkt sich eine höhere Bezahlung unter Umständen sogar negativ aus.
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