Das Gehirn ändert sich ständig

Jahrelang war es das Credo der Neurowissenschaftler, dass sich das Gehirn nur in den ersten Lebensjahren entwickelt und vernetzt. Danach geht es nur noch bergab.

Zu dieser voreiligen Schlussfolgerung kamen die Wissenschaftler durch Experimente an Tieren, die in reizarmen und langweiligen Umgebungen gehalten wurden. Typischerweise in Laborkäfigen, wo es außer der Fütterung keine Abwechslung gab. Es dauerte zwar lange, bis die Ergebnisse überprüft wurden, aber glücklicherweise beruht Wissenschaft auf Skepsis und vor etwa zwanzig Jahren begann ein zaghaftes Umdenken.
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Arbeit macht nicht glücklich

Wissenschaftler der Northeastern University und der Harvard University haben über 300 Millionen Tweets ausgewertet, die zwischen September 2006 und August 2009 entstanden sind. Sie waren dabei auf der Suche nach Schlüsselwörtern, die mit Zufriedenheit zu tun hatten, und werteten sowohl im Tages- und Wochenverlauf, als auch geographisch aus.

Resultat: Morgens und Abends sowie am Wochenende waren die Menschen am zufriedensten. Bei der Arbeit und tief in der Nacht ging die Zufriedenheit drastisch zurück.

Sozusagen ein statistischer Nachweis für etwas, was leider fast eine Binsenweisheit ist: Arbeit macht die meisten Menschen nicht zufrieden. Andererseits: wie sehen die Tweets von Menschen aus, die gut abgesichert sind und nicht arbeiten müssen (es aber vielleicht trotzdem tun) ? Vielleicht kommt ja auch irgendwann mal eine derartige Auswertung.

(via Karrierebibel)

Was motiviert ?

Von RSA gibt es ein hübsches (englisches) Video, in dem der Frage auf den Grund gegangen wird was uns vor allem bei der Arbeit motiviert. Und das ist überraschenderweise nicht Geld – jedenfalls solange es nicht nur um rein körperliche Tätigkeiten geht. Im Gegenteil: Ist eine gute Grundsicherung durch die Entlohnung gegeben, wirkt sich eine höhere Bezahlung unter Umständen sogar negativ aus. Weiterlesen

Kur in guter Laune

Bei Alain bin ich in Die Pflicht, glücklich zu sein auf eine besondere Art der Kur gestoßen, eine Kur für gute Laune. In einem seiner Propos (kurze Artikel zu einem Thema) stellt er mit einem Augenzwinkern eine Anleitung für das Bewahren der guten Laune vor. Seine drei Protagonisten schildern sich gegenseitig ihre Fortschritte. So wie in einer Kur ein kalter Wasserguss, der im normalen Leben als höchst unangenehm erlebt würde, einfach als üblicher Bestandteil erlebt wird, so werden in der Kur für gute Laune die Miesmacher nicht als Ärgernis, sondern als Herausforderung betrachtet. Weiterlesen

Bildschirmpause

Für alle, die eine Bildschirmpause einlegen wollen ohne den Bildschirm zu verlassen gibt es jetzt eine Lösung. xoki.com ansteuern, Lieblingsfarben auswählen und Browser maximieren. Nach ein paar Sekunden beginnt eine langsame Slideshow nur mit Farben.

Das ist durchaus entspannend und verhindert ein gedankenverlorenes Herumgeklicke in den Tiefen des Internets.
Die Farben in dem Reiter “soft” treffen übrigens noch am ehesten die Kategorie “Entspannung”; viele andere Farben sind dann doch etwas zu grell für den mitteleuropäischen Geschmack.

Ein bisschen schwieriger ist es die einmal gewählte Farbabfolge beizubehalten. Man kann sie zwar Twittern und sie bei der Gelegenheit der ganzen Welt bekannt machen, aber ihr ein Lesezeichen zu geben, ist etwas umständlich. Dazu muss man in “(playlist url) klicken und die URL, die dort erscheint herauskopieren und benutzen.

Selbsterkenntnis aus Prokrastination

Zufällig stolperte ich gestern über die geradezu ultimative Liste der Dinge, die man gegen Prokratination tun kann : Gefährliche Schiebschaften – 45 Wege gegen Prokrastination. Tatsächlich ist diese Liste so lang, dass ich das Lesen erst mal aufschob. Aber lesenswert ist sie und das eine oder andere lässt sich dort lernen.

Mir allerdings kommt eine Sache zu kurz: die Frage nach dem “Warum?” Der genau Blick auf all das, was man aufschiebt lohnt sich, denn vielleicht kommt man mit etwas Nachdenken auch zu der Lösung das Aufgeschobene gar nicht erst tun zu müssen. Halbherzig begonnene Projekte gehören für mich in diese Kategorie, aber auch die letzte Anstrengung etwas perfekt machen zu wollen. Das geht über die simple Entrümplung von To-Do-Listen, wie sie in dem Post angesprochen wird, weit hinaus. Ich nenne es mal aus Selbsterkenntnis lernen.

Das Bessere ist der Feind des Guten

sagt Voltaire im 2. Band seines Philosophischen Taschenwörterbuchs (als Nachzitat des italienischen Sprichworts “Il meglio è l’inimico del bene“).
Wer auf den perfekten Moment für etwas wartet, wird nie beginnen und wer alles immer noch ein etwas besser machen will, wird nie fertig.

Die englische Version des Zitats kommt zwar falsch, dafür noch knackiger daher :

The Perfect Is the Enemy of the Good

Oder sollte ich hier Voltaires Worte etwa allzu frei interpretieren ?