Inseln der Ruhe: Abspülen

Wer mehr kontemplative Momente in seinem Leben haben möchte, der sollte seine Spülmaschine verkaufen und selbst abspülen. Denn während die Hände beschäftigt sind, ist der Kopf frei. Man gewinnt einige müßige Minuten im Tagesablauf, nur begleitet vom leisem Klappern des Geschirrs und dem Plätschern des Spülwassers.

Ich gebe zu, dass dies eher ein Ratschlag für Ein- oder Zweipersonenhaushalte ist, denn bei Familien kann die Angelegenheit schnell zu Arbeit ausarten. Solange aber der Vorrat an schmutzigen Geschirr übersichtlich ist, ist alles in ein paar Minuten erledigt, während man seinen Gedanken nachhängt.

Diese Insel der Muße eintauschen gegen eine Maschine, die Geld kostet, Platz verschwendet und Strom frisst? Niemals!

Entspannung mit Meeresrauschen

Wenn ich mich entspannen und vielleicht etwas dösen will, wäre es für mich ideal am Strand zu liegen und dem Rauschen des Meeres zuzuhören. Oder aber mich im Gras auf einer Waldlichtung auszustrecken und im Hintergrund rauchen die Blätter an den Bäumen und die Vögel zwitschern.

In der Realität aber liege ich in so einem Moment eher selten am Strand oder auf einer Waldlichtung, sondern sitze eher als Pendler morgens oder abends im Regionalexpress. Da bleibt (leider) nur die Möglichkeit auf technische Lösungen auszuweichen. Zwei davon habe ich mir in den letzten Tagen genauer angesehen … oder besser: angehört.
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Bildschirmpause

Für alle, die eine Bildschirmpause einlegen wollen ohne den Bildschirm zu verlassen gibt es jetzt eine Lösung. xoki.com ansteuern, Lieblingsfarben auswählen und Browser maximieren. Nach ein paar Sekunden beginnt eine langsame Slideshow nur mit Farben.

Das ist durchaus entspannend und verhindert ein gedankenverlorenes Herumgeklicke in den Tiefen des Internets.
Die Farben in dem Reiter “soft” treffen übrigens noch am ehesten die Kategorie “Entspannung”; viele andere Farben sind dann doch etwas zu grell für den mitteleuropäischen Geschmack.

Ein bisschen schwieriger ist es die einmal gewählte Farbabfolge beizubehalten. Man kann sie zwar Twittern und sie bei der Gelegenheit der ganzen Welt bekannt machen, aber ihr ein Lesezeichen zu geben, ist etwas umständlich. Dazu muss man in “(playlist url) klicken und die URL, die dort erscheint herauskopieren und benutzen.

Tag des Schlafs

Es zeugt von einem gewissen Humor den Tag des Schlafs ausgerechnet auf den 21. Juni zu legen, dem (auf der Nordhalbkugel) längsten Tag des Jahres. Und dann auch noch ein Montag …

Das ausreichender Schlaf wichtig für Gesundheit, Kreativität und Wohlbefinden ist, dürfte allgemein bekannt sein. Das aber die durchschnittliche Schlafdauer mit der Einführung künstlicher Beleuchtung (die helle Variante mit Glühbirnen, nicht die schummrige Kerzenbeleuchtung) um eine Stunde gesunken ist, ist weniger bekannt. Technik ist gut darin uns wach zu halten: helles Licht, Telefone, Fernseher und Internet lassen uns die (Tages-)Zeit vergessen. Wer also besser schlafen will, sollte sich abends darauf einstellen: Handy ausschalten, nicht bis zur letzten Minute im Internet surfen oder Fernsehen und das Licht Müdigkeitskonform herunterregeln.