Tagebücher mit Wiedervorlage

Abends ein paar Zeilen über den vergangenen Tag zu schreiben und ihn damit gedanklich abzuschließen funktioniert für mich recht gut. Seit ein paar Monaten benutze ich dafür das 5 Year Diary: Blue Cover. Dieses Tagebuch hat eine Besonderheit: auf den Seiten für die einzelnen Tage gibt es jeweils fünf Abschnitte, je einen pro Jahr. Man fängt also irgendwo in dem Buch an und schreibt ein paar Worte. Nicht viel, denn dafür ist gar kein Platz, aber damit ist die Hürde auch nicht hoch.
Dann geht es Tag für Tag weiter und nach einem Jahr landet man wieder auf der Seite, auf der man begonnen hat. An dieser Stelle wird es interessant, denn jetzt steht der alte Eintrag vor einem und kann man eine kurze Zeitreise genau ein (oder später zwei, drei, vier) Jahr zurück machen. So entstehen persönliche Baumringe.

Die Alternative zum klassischen Schreiben auf Papier bietet der kostenlose Dienst OhLife. Weiterlesen

Das Gehirn ändert sich ständig

Jahrelang war es das Credo der Neurowissenschaftler, dass sich das Gehirn nur in den ersten Lebensjahren entwickelt und vernetzt. Danach geht es nur noch bergab.

Zu dieser voreiligen Schlussfolgerung kamen die Wissenschaftler durch Experimente an Tieren, die in reizarmen und langweiligen Umgebungen gehalten wurden. Typischerweise in Laborkäfigen, wo es außer der Fütterung keine Abwechslung gab. Es dauerte zwar lange, bis die Ergebnisse überprüft wurden, aber glücklicherweise beruht Wissenschaft auf Skepsis und vor etwa zwanzig Jahren begann ein zaghaftes Umdenken.
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