Aktion für das Glück

Eine gute Idee: die Action For Happiness will die Menschen glücklicher machen. Nicht einfach nur so ins Blaue hinein, sondern basierend auf gesicherten Erkenntnissen und mit einer starken Ausrichtung auf gesellschaftliche Veränderungen. Denn es ist erschreckend, dass zwar der Wohlstand in den letzten Jahrzehnten gewachsen ist, aber die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben nicht.

Für ein ersten Überblick empfiehlt sich dieser Artikel bei der Zeit. Und ansonsten kann man auf der Website der Aktion jede Menge Tipps bekommen, wie man selbt glücklicher wird und dabei auch noch die Menschen um einen herum glücklicher macht.

via imgriff.com

Kleine Glücksmomente sammeln

Es ist einfach ein schönes Gefühl sich in ein frisch bezogenes Bett zu kuscheln. Oder das erste Mal nach einer Grippe wieder richtig zu essen. So ein kleines Glücksmoment bewegt zwar nicht die Welt, aber bereichert den Alltag.

Der Amerikaner Neil Pasricha hat sich darauf spezialisiert solche Glücksmomente zu finden. An jedem Werktag berichtet über einen neuen Glücksmoment in seinem Blog und wer das Ganze lieber gedruckt und auf Deutsch haben möchte, der kann sich auch sein Buch Fantastisch: 1000 alltägliche Dinge, die uns glücklich machen
kaufen.

Mir gefällt an seiner Idee, dass diese Glücksmomente, die ja alltäglich da sind, bewusst gemacht werden. Und indem die Aufmerksamkeit auf sie gelenkt wird, bekommt das eigene Leben einen freundlicheren Grundton. Der Trick liegt lediglich darin die schönen Momente nicht unter dem Radar der Aufmerksamkeit unerkannt durchschlüpfen zu lassen.

Damit haben wir auch schon die erste Übung:

Häufigkeit: täglich 1x (zum Beispiel vor dem Einschlafen)
Dauer: 1 Minute
Inhalt: Vergegenwärtigen sie sich einen schönen Augenblick dieses Tages

Macht Minimalismus glücklich?

Irgendwann wird der Tag gekommen sein, an dem sie alle überflüssigen Besitztümer verschenkt, verkauft oder weggeworfen haben. Auch bei den Routineaufgaben haben sie ausgemistet und ihr Leben ist frei von vermeidbarem Ballast.

Sind sie jetzt glücklich?

Sie haben in jedem Fall zeitliche, räumliche und finanzielle Freiräume für sich gewonnen. Es ist etwa so, als ob sie ein schweres Gewicht los sind, das sie über lange Zeit durch die Gegend getragen haben. Für den Moment macht das sicherlich glücklich.
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Arbeit macht nicht glücklich

Wissenschaftler der Northeastern University und der Harvard University haben über 300 Millionen Tweets ausgewertet, die zwischen September 2006 und August 2009 entstanden sind. Sie waren dabei auf der Suche nach Schlüsselwörtern, die mit Zufriedenheit zu tun hatten, und werteten sowohl im Tages- und Wochenverlauf, als auch geographisch aus.

Resultat: Morgens und Abends sowie am Wochenende waren die Menschen am zufriedensten. Bei der Arbeit und tief in der Nacht ging die Zufriedenheit drastisch zurück.

Sozusagen ein statistischer Nachweis für etwas, was leider fast eine Binsenweisheit ist: Arbeit macht die meisten Menschen nicht zufrieden. Andererseits: wie sehen die Tweets von Menschen aus, die gut abgesichert sind und nicht arbeiten müssen (es aber vielleicht trotzdem tun) ? Vielleicht kommt ja auch irgendwann mal eine derartige Auswertung.

(via Karrierebibel)

Die Qual der Wahl

Jeder möchte gerne die Wahl haben und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden, aber paradoxerweise werden wir frustriert und unzufrieden, wenn wir mehr als eine Handvoll Möglichkeiten zur Auswahl haben.

2001 führten Sheena S. Iyengar von der Columbia University und Mark R. Lepper von der Stanford University drei interessante Experimente zu genau diesem Thema durch.

Im ersten Experiment konnten Supermarktbesucher aus einer Auswahl von entweder 6 oder 24 Marmeladen einige kosten. Weiterlesen