Ein Tipp für alle, die eine Motivationshilfe brauchen um ihre Besitztümer zu reduzieren: zählen sie sie. Machen sie eine Generalinventur über alle Dinge die sie besitzen.
Fangen sie einfach an und zählen sie ihre Möbel. Dann ihre Bücher und alle Kleidungsstücke. Bis hierhin kommt schon einiges zusammen. Beim Geschirr, Besteck und den Küchenutensilien kann es jetzt schon fast inflationär werden. Jetzt noch die elektronischen Spielzeuge, Dekogegenstände und alles was nicht so recht in eine Kategorie passen will. Jetzt sind sie schon fast fertig: weiter geht es im Keller, auf dem Dachboden und in der Garage.
Ich wette, dass sie weit mehr als 1000 Dinge besitzen. Viel mehr.
Aber wahrscheinlich werden sie gar nicht wirklich zählen, denn es dauert einfach zu lange (und ist obendrein ziemlich langweilig). Es reicht schon sich diesen riesigen Hauf Zeug vorzustellen. Von dem sie natürlich jedes einzelne Teil dringen brauchen! Sonst hätten sie es ja nicht gekauft und würden es jetzt hegen, pflegen und abstauben. Oder?
Natürlich gibt es in unserer Breitengraden Untergrenzen an benötigten Dingen. Menschen wie Kelly Sutton mit seinem Cult of Less loten sie aus, sind aber mit ihren maximal 100 Besitztümern ein Extrem, das sich in den meisten Fällen so auf Dauer nicht durchhalten lässt (ich zum Beispiel koche und male gerne; dürfte ich nur 100 Dinge besitzen, so müsste ich das vermutlich nackt machen).
Aber es geht noch extremer: buddhistische Bettelmönche kommen mit zwei Dingen aus – Umhang und Schale. Dagegen sind 100 Dinge schon üppig, aber in unseren Breitengraden auch schnell notwendig.
Aber 1000 Sachen? Oder 2000? Oder noch mehr?
Das ist dann ein bisschen so, als ob sie nicht 5 Kilo Übergewicht hätten, sondern eher 500 Kilo.