Inseln der Ruhe: Abspülen

Wer mehr kontemplative Momente in seinem Leben haben möchte, der sollte seine Spülmaschine verkaufen und selbst abspülen. Denn während die Hände beschäftigt sind, ist der Kopf frei. Man gewinnt einige müßige Minuten im Tagesablauf, nur begleitet vom leisem Klappern des Geschirrs und dem Plätschern des Spülwassers.

Ich gebe zu, dass dies eher ein Ratschlag für Ein- oder Zweipersonenhaushalte ist, denn bei Familien kann die Angelegenheit schnell zu Arbeit ausarten. Solange aber der Vorrat an schmutzigen Geschirr übersichtlich ist, ist alles in ein paar Minuten erledigt, während man seinen Gedanken nachhängt.

Diese Insel der Muße eintauschen gegen eine Maschine, die Geld kostet, Platz verschwendet und Strom frisst? Niemals!

Wer lebt in der schnellsten Gesellschaft?

Welches Land hat die schnellste Gesellschaft?
Bei Thinkabout findet sich im Artikel “Die Mär von den langsamen Schweizern” der Verweis auf eine vergnügliche Untersuchung des Soziologen Robert Levine. Er maß

  1. die Genauigkeit öffentlicher Uhren als Maß für die Fixierung auf die Zeit in einer Gesellschaft)
  2. das Tempo, mit dem ein Fußgänger 20 Meter zurücklegt
  3. und die Zeit, die ein Postangestellter braucht, um eine Briefmarke zu verkaufen.

und bastelte daraus eine Rangfolge für 31 Länder. Weiterlesen