Wer mehr kontemplative Momente in seinem Leben haben möchte, der sollte seine Spülmaschine verkaufen und selbst abspülen. Denn während die Hände beschäftigt sind, ist der Kopf frei. Man gewinnt einige müßige Minuten im Tagesablauf, nur begleitet vom leisem Klappern des Geschirrs und dem Plätschern des Spülwassers.
Ich gebe zu, dass dies eher ein Ratschlag für Ein- oder Zweipersonenhaushalte ist, denn bei Familien kann die Angelegenheit schnell zu Arbeit ausarten. Solange aber der Vorrat an schmutzigen Geschirr übersichtlich ist, ist alles in ein paar Minuten erledigt, während man seinen Gedanken nachhängt.
Diese Insel der Muße eintauschen gegen eine Maschine, die Geld kostet, Platz verschwendet und Strom frisst? Niemals!