Inseln der Ruhe: Abspülen

Wer mehr kontemplative Momente in seinem Leben haben möchte, der sollte seine Spülmaschine verkaufen und selbst abspülen. Denn während die Hände beschäftigt sind, ist der Kopf frei. Man gewinnt einige müßige Minuten im Tagesablauf, nur begleitet vom leisem Klappern des Geschirrs und dem Plätschern des Spülwassers.

Ich gebe zu, dass dies eher ein Ratschlag für Ein- oder Zweipersonenhaushalte ist, denn bei Familien kann die Angelegenheit schnell zu Arbeit ausarten. Solange aber der Vorrat an schmutzigen Geschirr übersichtlich ist, ist alles in ein paar Minuten erledigt, während man seinen Gedanken nachhängt.

Diese Insel der Muße eintauschen gegen eine Maschine, die Geld kostet, Platz verschwendet und Strom frisst? Niemals!

Tag des Schlafs

Es zeugt von einem gewissen Humor den Tag des Schlafs ausgerechnet auf den 21. Juni zu legen, dem (auf der Nordhalbkugel) längsten Tag des Jahres. Und dann auch noch ein Montag …

Das ausreichender Schlaf wichtig für Gesundheit, Kreativität und Wohlbefinden ist, dürfte allgemein bekannt sein. Das aber die durchschnittliche Schlafdauer mit der Einführung künstlicher Beleuchtung (die helle Variante mit Glühbirnen, nicht die schummrige Kerzenbeleuchtung) um eine Stunde gesunken ist, ist weniger bekannt. Technik ist gut darin uns wach zu halten: helles Licht, Telefone, Fernseher und Internet lassen uns die (Tages-)Zeit vergessen. Wer also besser schlafen will, sollte sich abends darauf einstellen: Handy ausschalten, nicht bis zur letzten Minute im Internet surfen oder Fernsehen und das Licht Müdigkeitskonform herunterregeln.